Ueberuns

 

 

Wir engagieren uns schon seit Jahren für herrenlose Tiere in Deutschland und Südeuropa. Ob Hund, Katze oder Nager wir versuchen so vielen Tieren in Not wie möglich zu helfen um ihnen ein besseres, sicheres oder artgerechteres Leben zu ermöglichen.

Begonnen hat alles im Januar 2002, wir haben uns für einen Zweithund entschlossen. Diesmal sollte es aber kein Setter vom Züchter  sein wie unsere IS Hündin Fenja, sondern ein Setter aus dem Tierschutz.  

 

      

 Fenja vom Bildgarten * 22.5.1991 - 02.01.2004

 

Nach langem stöbern im Internet sind wir auf einen ital. Tierschutzverein gestoßen und haben uns unmittelbar in unseren ersten Tierschutzhund Filippo verliebt. Er sollte es sein und kein anderer. Filippo hatte laut Beschreibung "einen Zahn im Voraus". Wir wußten erst nicht was es bedeutet doch später konnten wir sofort erkennen dass jemand versucht haben muß den armen Kerl zu erschlagen denn sein Kiefer muß gebrochen worden sein. Filippo brauchte sehr lange ehe er sich bei uns eingewöhnt hatte, spielen konnte er nicht.

 

Bitte wundern Sie sich nicht wenn Sie einen Hund aus dem Tierschutz übernehmen, die meisten Hunde müssen "spielen" erst lernen, bei einigen mag das nach Tagen bereits schon funktionieren, bei anderen kann es Monate dauern. So auch bei Filippo nach 7-8 Monaten freuten wir uns über die ersten zarten Spielveersuche. Auch ableinen nach kurzer Zeit bei einem ausrangierten Jagdhund ist undenkbar.

 

Die Jagdhunde werden meist mit 6-8 Jahren aussortiert, da sie nicht mehr genügend Leistung bringen. Doch diese Leistung die sie noch erbringen, kann uns schon ordentlich fordern. Intensives, sanftes aber bestimmtes Training NIEMALS mit Druck sondern mit jeder Menge Geduld kann auch zum Ziel führen.

 

Einen pensionierten aber trotzdem passionierten Jagdhund irgendwann mal ableinen zu können. Die Hunde, wie auch Filippo sind es gewohnt großflächig nach Wild zu suchen und so ist ihr Radius eben auch sehr groß. Leider wußten wir das damals noch nicht und haben so jede Menge Fehler gemacht, vor allem viel zu früh unseren ausrangierten Wildfang ohne Leine laufen lassen. Sie denken auch sie haben eine Chance ihn wieder einholen zu können sollte es schief gehen? Vergessen sie es es wird nicht funktionieren.

 

So haben wir dann Schritt für Schritt angefangen mit der 20 m Schleppleine zu trainieren und nach etwa 9 Monaten konnten wir erste Erfolge verbuchen er kam zuverlässig auf Zuruf und ohne Leine zurück.

Nun erschrecken Sie bitte nicht, nicht jeder Hund ist gleich :-)

Um Filippo nicht nur körperlich auszulasten haben wir einen Fährtenkurs mitgemacht mit großem Erfolg und großer Freude für Filippo und alle unsere weiteren Hunde.

 

Diese ausrangierten Jagdhunde wollen auch weiterhin noch arbeiten und haben riesige Freude daran Leckerchen zu suche  oder Ihre gelegte Spur zu verfolgen. 

Ist das Ziel erreicht die Spur abgeschnüffelt und alle Leckerchen gefunden, wir Ihr Vierbeiner hochzufrieden schlummern. Nun aber genug erzählt, wir möchten ja unsere Rasselbande weiter vorstellen.

 

 

 

Filippo *1995/1996

in unserer Familie vom 24.01.2003 - 22.09.2006

 

Nachdem unsere Fenja im Januar 2004 verstarb wollten wir wieder einem armen Hund aus dem Tierheim eine Chance geben und so kam Alina (damals Veronica) zu uns.

Sie hatte einen angeblichen Tumor im Brustbereich und somit auch kaum eine Chance auf Vermittlung. Der Tumor stellte sich zum Glück aber als Lipom heraus. Auch diese süße Schnute kam vom selben TSV in Italien wie Filippo und alle nachfolgenden Hunde.

Alina kam sah und siegte sie nahm gleich das ganze Haus in Beschlag und eroberte im Nu alles. Sie war im Vergleich zu Filippo einfacher zu erziehen, sie hatte nicht ganz so einen ausgeprägten Jagdtrieb dafür aber war die Maus fast taub.

Alina kam im Alter von 8-9 Jahren zu uns, leider ging sie viel zu früh bereits im November 2005. Hier ein Bild von Alina noch im ital. Tierheim.

 

          

 

Alina * 1994/1996

Alina in unserer Familie von 7.2.04 bis 14.11.2005

 

Bereits im Dezember 2005 kam Keala (damals Regina) zu uns. Manch einer wird sich fragen warum so kurz nach dem Tod unserer Zuckerschnute Alina gleich wieder ein Hund einzog. Nun wir wollten den Platz für einen Tierschutzhund den es nun ja mal hier gab, nicht leer stehen lassen.

So kam Angst und Panikhündin Keala wie ihre beiden Vorgänger ebenfalls von Diamoci la zampa zu uns. Wir wollten wieder mal einen jüngeren Hund um nicht gleich wieder Abschied nehmen zu müssen.

Keala war damals etwa 3 Jahre, sie wurde mit ihrer Schwester Dea gefunden ins öffentliche Tierheim gebracht und von dort wieder von einem Jäger abgeholt und "ausprobiert" doch beide taugten nicht zur Jagd und so kamen sie erneut ins Tierheim, erst jetzt konnten die Tierschützer helfen denn nun gab es Platz in der Auffangstation. Von hier kamen die beiden dann recht schnell in ihr jeweiliges Zuhause.

Keala, war und ist auch heute noch teilweise ein sehr ängstlicher Hund, wir vermuten dass sie entweder extrem schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht hat oder so gut wie gar keine.

Es dauerte Monate bis sie zu uns Vertrauen fasste. Noch heute läßt sie sich nicht von Fremden anfassen und ist äußerst skeptisch gegenüber allem Neuen und Unbekanntem.

Als jagduntauglich ausrangiert, entwickelte sie sich nun in den 4 Jahren in denen sie bei uns lebt zu einer wahren Jagdrakete. Ein Champion im Fährten suchen und auch in der Flächensuche. Mit vollem Einsatz und einer Such- und Jagdleidenschaft macht sie Feld und Wiese unsicher.

Keala ist die trotz ihrer Ängstlichkeit, Hunden gegenüber eine recht dominante Hündin und so ist auch sie die Chefin unseres Hunderudels, da duldet sie auch keine Nebenbuhler.

 

 

Keala * 2002

in unserer Familie seit 3.12.2005

 

Im September 2006 verstarb unser Herzbube Filippo. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir die beiden Pflegehunde Thelma und Cipria hier, natürlich auch Mailänder, wie alle Hunde die hier vorgestellt wurden und noch werden.

Thelma und Cipria zogen Anfang 2007 aus, kurz darauf kam Teddy als Pflegehund für lediglich 2 Wochen zu uns, denn sein Frauchen wartete schon auf ihn.

Seit Januar 2007 aber hatten wir immer und immer wieder um nicht zu sagen tagtäglich einen alten Setterrüde im Auge. Jules !!! Er wurde von einer lieben Tierschützerin gefunden und durfte dort auch vorrübergehend wohnen. Bis er dann ebenfalls zu Diamoci la zampa kam.

Er sollte es sein doch in seiner Beschreibung stand tägl. min. 3 Stunden Fährtenarbeit. Das konnten wir ihm nicht bieten.

Als im März dann ein Hilferuf wegen Jules kam, dass er aufgrund eines Blasentumors doch dringend einen Platz sucht war innerhalb von wenigen Minuten klar : JULES KOMMT.

Es war der 7. April als dieser Schlingel kam, zusammen mit Moriz der ein Zuhause im Nachbarort fand.

Seit diesem Tag war kein Tag mehr wie der andere, dieses Phänomen von einem Hund hält uns noch tagtäglich auf Trab, er hält uns fit und gelenkig.

Etwas steifer und sturer und manchmal auch schon leicht senil ist er heute, aber es vergeht kein tag wirklich nicht ein einziger an dem wir uns nicht über diesen Quatschkopf kugeln. Er hat es so faustdick hinter den Ohren das würde für 10 weitere Hunde reichen.

Er klaut alles was nur annähernd in erreichbarer Nähe ist, es ist nichts vor ihm sicher, sei es eine Schachtel Schnapspralinen, Kakao, Krautwickel mit Reis, Meerschweinchenfutter, Obst und Gemüse jeglicher Art, er macht Kartons auf, selbst Ü-Eier sind nicht sicher vor ihm. Gekonnt wickelt er das Papier weg und schlabbert die Schokolade genüßlich weg.

Und wenn Sie denken dass wenigstens Getränke sicher sind? Nein auch das nicht vom Traubensaft, über Orangensaft bis hin zur Fruchtmolke hat der junge Mann auch schon alles mal ausprobiert.

Er ist wirklich ein Wunder. Er wurde seit seiner Ankunft 3 mal operiert, alles hat er prima weggesteckt bis nun im Frühsommer 2009 ein inoperbler Tumor am Schwanzansatz festgestellt wurde. Der Tierarzt gab ihm damals noch max. 3 Monate zu leben, heute sind wir nun schon bei Monat 7 :-). Jules ist ein Kämpfer er kämpft für und um sein Leben. 

 

 

 

Jules mit frischer Beute

Jules * 1995/1996/1997?

in unserer Familie 7.4.2007 bis 08.12.2011

Nachdem all unsere Pflegehunde in schöne Stellen vermittelt worden waren, haben wir uns für Giulietta als neuen Pflegehund entschieden. Wir holten die kleine Maus direkt in der Auffangstation ab und schon der erste Blick verriet uns, sie wird der erste Hund sein der nicht vermittelt werden wird.

Sie hatte einen Bauch wie ein Hängebauchschwein, sie muß bei jeder Läufigkeit gedeckt worden sein. Giulietta lebte in Italien mit ca. 18 Hunden auf einem verwahrlosten Gelände. Die arme kleine Maus. In Italien gab sie sich noch als sehr ängstlich, taute aber bei uns Zuhause sehr schnell auf und wurde auch ganz schnell zu Mamas Liebling.

Stur wie ein Pinscher und Panzer, ist die Erziehung unserer Giulietta alles andere als leicht, Sitz machen nur wenn sie Lust hat und nur für ein Leckerchen. Aber sie ist ein wahrer Schatz, der kleine "Herdenschutzhund" der Familie sie bewacht und beschützt ihr 2 und 4 beiniges Rudel. Ihren ausgeprägten Jagdtrieb und leider auch Killerinstinkt mußte so mache Maus/Vogel leider erfahren.

Giulietta ist ein wahrer Sonnenschein immer gut gelaunt freundlich zu alle 2 Beinern (bei 4-Beinern nun da schaun wir mal), und das obwohl auch sie Schrecklliches erlebt haben muß.

Durch eine Zufallsdiagnose wurde beim Röntgen festgestellt dass Giulietta übersäht ist mit Schrotkugeln. Im Brust und Halsbereich ist ganz konzentriert, der Kopf wurde damals nicht mitgeröngt, aber die Narben die sie im Gesicht hat sprechen für sich. Wir dachten die Narben stammen von Beißerein, doch dem ist nicht so.

Die sichtbaren Kugeln haben wir gezählt es sind weit über 20 Kugeln ohne Kopfbereich. Es muß jemand versucht haben unseren kleinen Pinscher aus nächster Nähe zu erschießen. Dass sie das überlebt hat grenzt an ein Wunder, und alles ohne tierärztliche Behandlung.

Zum Glück merkt man ihr es nicht an und wir hoffen dass sie auch in Zukunft keine Probleme damit haben wird.

 

 

 

 

 

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